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Wir über uns

Nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Diktatur und dem damit verbundenen Untergang des Staates DDR auf deutschem Boden wagten unsere Eltern im Jahre 1991 den Schritt in die Selbständigkeit und gründeten als Wiedereinrichter eine landwirtschaftliche Gesellschaft bürgerlichen Rechts(GbR).

Die ehemals zwangskollektivierten Eigentumsflächen wurden rückübertragen und bildeten gemeinsam mit zugepachteten Flächen die Grundlage des heutigen Betriebes.

Aber aller Anfang war schwer, denn 40 Jahre Planwirtschaft hatten ihre Spuren hinterlassen, nicht nur am Zustand der Acker- und Weideflächen, der Gebäude und Infrastruktur, sondern auch in den Köpfen der Menschen. Von nun an waren unsere Eltern auf sich allein gestellt und den Gesetzen des Marktes unterworfen, dessen Regeln hier im Osten unbekannt waren. Doch mit Glück und Geschick gelang es ihnen die ersten schweren Jahre zu meistern. So wurden nach und nach die veralteten, von der damaligen LPG übernommenen, Maschinen und Geräte ausgetauscht und in einen modernen Maschinenpark investiert. Auch konnten weitere landwirtschaftliche Flächen gepachtet werden. Im Jahre 1999 übertrugen unsere Eltern die Geschäftsanteile auf uns Kinder, um mit dieser geregelten Hofübergabe den Fortbestand des Betriebes zu sichern. Dazu mussten wir uns aber das fachliche Wissen durch den Besuch einer einjährigen Fachschule Landbau und dem damit verbundenen erfolgreichen Abschluss als Landwirt und staatlich geprüften Wirtschafter aneignen.  So wurden aus einem Tischler und einem Elektriker ganz passable Landwirte, die den elterlichen Betrieb fortführen.

Von Beginn an hatte unser Betrieb zwei Standbeine: den Ackerbau und die Viehhaltung. Der Ackerbau stellt mit 160 ha momentan die Hauptproduktionsrichtung dar. Wir arbeiten konventionell auf leichten bis mittleren Böden mit 30 bis 55 Bodenpunkten und bauen vorwiegend Weizen, Raps, Gerste und Roggen an. Die Ernte wird, teilweise durch Vorverträge abgesichert, größtenteils direkt ab Feld verkauft, da uns die Lagermöglichkeiten fehlen.

Die Viehhaltung begann mit dem Aufbau einer Gallowayherde und der Vermarktung der Absetzer. Die Galloways, bekannt für ihre Genügsamkeit und Robustheit, schienen von Anfang an die ideale Rinderrasse für unsere Verhältnisse zu sein, da ein Großteil unserer Grünlandflächen im Überflutungsgebiert der Havel liegt. Anfangs ging diese Rechnung auch auf, doch mit dem Beginn der BSE-Krise und dem damit verbundenen Imageverlust von Allem, was irgendwie mit Großbritannien in Verbindung gebracht werden konnte, brach der Verkauf der Galloway-Absetzer ein. In den Folgejahren haben wir durch das Einkreuzen  zuerst von Angus und danach von Fleckvieh und Charolais auf die Veränderungen des Marktes reagiert und können unsere Absetzer jetzt erfolgreich verkaufen.

Unseren Rindern stehen ca.130 ha Wiesen, Weiden und Ackerfutterfläche zur Verfügung. Von Mai bis November/Dezember(wetterabhängig) sind unsere Tiere auf der Weide. Im Winter sind sie im Stall auf Stroh untergebracht, wobei sie auch freien Auslauf haben. Sie erhalten ausschließlich hofeigenes Gras, Heu, Silage, Stroh und geschrotetes Getreide. Lediglich Mineralstoffe werden zugekauft und at libidum angeboten.  Die männlichen Kälber bleiben 6 bis 7 Monate bei der Mutterkuh und werden als Absetzer verkauft. Die weiblichen Kälber bleiben ebensolange bei der Mutter, werden danach zur Zucht verwendet.

Unsere Rinder erhalten keine genveränderten, mit Wachstumshormonen oder Antibiotika versetzten Futtermittel.


K O N T A K T F O R M U L A R
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